Unsere pädagogische Grundhaltung

 

Stärken stärken als Kraftquelle

Stärken stärken ist ein Lernprozess! Es ist hilfreich, Strategien zu entwickeln, um Probleme konstruktiv zu lösen. Dazu ist es wichtig, den Ideen anderer Menschen gegenüber offen zu sein. Schon geringfügige Änderungen in der eigenen Haltung können zu anders gestalteten Entscheidungen und positiveren Erfahrungen beitragen.

Der Weg zur eigenen Kraftquelle besteht darin, die eigenen Stärken wahrzunehmen. Dies verändert die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein und führt zu neuen Erfahrungen und Erkenntnissen, welche das eigene Handeln konstruktiv beeinflussen.

Die wichtigsten Aufbauschritte sind folgende:

  • Die eigenen Stärken erkennen und auf Kärtchen schreiben.
  • Täglich verinnerlichen und sie bewusst und gezielt einsetzen.
  • Seine Erfolgserlebnisse hervorheben.

Erziehende Eltern und Lehrpersonen können dazu beitragen, dass sich Kinder mehr auf Erfolge ausrichten als auf Fehler und Misserfolge. Auf diese Weise ermöglichen sie, dass die Kinder ihre Selbstwirksamkeit erhöhen können. So verhelfen sie ihnen zu mehr Chancen im Leben.

Individuelle Begabungsförderung

Die Begabungsförderung gewinnt im Umfeld der Kompetenzförderung zunehmend an Bedeutung. Wichtig dabei ist die Unterscheidung zwischen Begabung und Leistung:

  • Begabung entsteht durch Stärken stärken und ihrer Anwendung im täglichen Umgang.
  • Leistung entsteht durch das Zusammenwirken von drei Persönlichkeitsfaktoren: Haltung, Handlung und Sinn.

Die Merkmal! – Schule richtet den Fokus zunächst gezielt auf das Entdecken und Anwenden eigener Begabungen, sowohl in musischer, sozialer, intellektueller und praktischer Hinsicht. Auf dieser Basis lässt sich das Leistungsvermögen dann leichter aufbauen.

  • Das Leistungsvermögen nimmt zu, sobald mehr Ehrgeiz und Zielstrebigkeit die eigene Haltung zu prägen beginnen.
  • Diese beiden Faktoren sind von der Begeisterungsfähigkeit und vom Lernwillen abhängig. Sie erleichtern den Umgang mit Lernwiderständen, Bequemlichkeit, Prüfungsängsten und Selbstablehnung.
  • Der aktive Lernwille prägt das handelnde Lernen und die Freude an perfekten Arbeiten.
  • Sobald sich Sinn und Ziel innig miteinander verbinden, nimmt das Leistungsvermögen zu.
  • Das Lernumfeld in Familie, Schule und Freizeit ist dabei entscheidend wichtig.

Die Merkmal! – Schule ist bestrebt, die Kinder zu befähigen, ihre Begabungen ins Leistungsvermögen einfliessen zu lassen. Die Kinder sollen Wissen, Fähigkeiten, Intelligenz und Sozialverhalten miteinander verbinden und den praktischen Anforderungen entsprechend einsetzen lernen. Sie brauchen nebst vielen Gesprächen auch Informationen und Anleitungen zu Lernstrategien, mit denen sie ihre Lernbereitschaft verbessern können. In der Folge werden sie ihre Leistungen selbst erhöhen und steuern können.

Musische Ausdrucksförderung

In dem Moment, wo ein Mensch ganz in die Fülle seiner Stärken geht und seinen eigenen Raum einnimmt und aus seiner eigenen Mitte heraus schöpferisch tätig ist, wird er für andere Menschen eine grosse Bereicherung und eine Aufforderung zur Nachahmung.

Diesen Lebensaspekt nimmt die Merkmal! – Schule auf folgende Weise wahr:

  • Die musische Erziehung wird möglichst in allen Fächern praktiziert. Es gilt, das künstlerische Verhalten überall zu wecken, zu stärken und kreativ fruchtbar zu machen.
  • So können die Kinder ihre gebündelte Aufmerksamkeit auf eine Sache richten lernen und sich ganz in etwas vertiefen und von etwas betroffen sein.
  • Langsames, stetiges und verweilendes Lernen, in welchem das persönliche Gestalten Räume und Beziehungen einbezieht, kann zu einer Atmosphäre von Verständnis und Toleranz beitragen.
  • Eine ganze Palette von Begabungen und Fähigkeiten kommen dabei zum Zuge. So entstehen persönliche Gestaltungen durch handelndes Lernen für sich allein und für andere.

Verbindliche Beziehungen als Leistungsfaktor

Die Merkmal! – Schule setzt sich zum Ziel, durch entspannte Beziehungen innerhalb der Klasse und zu den Lehrpersonen die persönlichen Leistungen zu steigern. Dabei bringen uns die Aspekte des Affirmativen Sozialkonzeptes von der Fehlerbetonung weg zur Bejahung und Stärkung der persönlichen Begabungen jedes Kindes, ja jedes Menschen.

Die Merkmal! – Schule versteht sich als beziehungsstarker Lernort. Das gemeinsame Gespräch gehört zur Grundlage des Zusammenlebens und des eigenen Verhaltens. Dabei werden kommunikative Fähigkeiten geschult, die im späteren Leben von grosser Wichtigkeit sind:

  • Seine eigene Meinung äussern
  • Persönliche Anliegen vertreten
  • Einhalten von Gesprächsregeln
  • Aktiv zuhören
  • Kompromisse eingehen

Der klare Aufbau dieses Konzeptes ist wegweisend und überzeugt durch seine praktische Tauglichkeit und wirksame Hilfe. Die sichtbaren Erfolge im Bereich der Kompetenzen beglücken sowohl die Kinder wie auch die Lehrpersonen und Eltern.

Lernen in Natur und Umwelt

Entdeckendes Lernen in Umwelt und Natur kommt jenen Kindern entgegen, welche dank ihrer Beobachtungsgabe ausserhalb des Schulzimmers Neuland erforschen möchten. Die Schule liegt mitten in der Stadt Baden. Deshalb bemühen wir uns, so oft wie möglich hinaus zu gehen und die Gelegenheit zum entdecken zu nutzen. Dies trägt wesentlich dazu bei, dass die Wahrnehmungsfähigkeit erweitert wird. Die Natur bietet den Kindern dazu attraktive Gelegenheiten:

  • Klettern auf Bäume, auf Felsen und Türme, an Ästen, Stangen, an Geländern herumhangeln.
  • Sich ins Wasser fallen lassen, ins Heu, in den Sand oder in Laubhaufen springen.
  • Springen von Mauern und Holzbeigen, über Gräben und Bäche und von der Brücke in den Fluss.
  • Mit dem Fahrrad unterwegs sein, Suchspiele in Stadt und Wald.
  • Schneehänge hinab rollen, über Wiesen purzeln, Kapriolen machen.
  • Akrobatik und Salto üben, jonglieren, kämpfen, Stabfechten.
  • Versteckspiele im Wald, Feuer machen, Nachtwanderungen.
  • Pflanzen und Teekräuter sammeln, Beobachten von Kleintieren.

In der Merkmal! – Schule werden die Kinder zur Achtung vor Mensch und Natur angehalten und in ihrer gesamten Persönlichkeit soweit gestärkt, dass sie sich zu verantwortungsvollen und ökologisch bewussten Menschen entwickeln.

Auch Velotouren erbringen lehrreiche und wichtige Erfahrungen für alle Beteiligten. Unsere Kinder brauchen eine Lernwelt, die sie anfassen, fühlen und riechen, in der sie sich bewegen und elementare Erfahrungen sammeln können.